Unser weinbaugebiet

Vergangenheit und Gegenwart des Weinbaugebiets

Die Weinregion Sopron gehört zu den ältesten in Ungarn.

Über Jahrhunderte sicherte der Wein den Sopronern ihr Auskommen.

Die Trauben und der Wein bildeten die wirtschaftliche Grundlage für die Vorrechte der Stadt.

Die Weinkultur in der Umgebung von Sopron blickt auf eine mehr als 2000 jährige Vergangenheit zurück.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts war Sopron bereits die bedeutendste Weinregion in Ungarn und seine Handelsbeziehungen erstreckten sich bis weit über die damaligen Grenzen hinaus. Der Soproner Wein war vom französischen Königshof bis nach Russland bekannt und berühmt. Ab dem 19. Jahrhundert sorgten die deutschsprachigen Winzer, die Poncichter (Bohnenzüchter), dafür, dass der Soproner Wein weit und breit berühmt war.

 

Es ist charakteristisch für die Weinregion, dass man die Weinkeller nicht draußen in den Weingärten, sondern in der Stadt unter dem eigenen Haus baute. Das war damals nicht nur ein Privileg der Winzer, sondern es bedeutete auch größere Sicherheit und Schutz.

 

Neue Trends und Erfolge in der Weinregion Sopron: biodynamischer Weinanbau, Schaumweinerzeugung und zahlreiche bedeutende Auszeichnung.

 

Immer mehr Winzer sind bestrebt, eine möglichst naturnahe Weinproduktion zu betreiben bzw. sich dem biodynamischen Weinbau zu öffnen, damit ihre Kinder ohne Chemikalien aufwachsen können. Franz Weninger Junior hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten fünf Jahren jene Rebsorte zu finden, aus der der beste Soproner Weißwein gemacht werden kann. Er experimentiert mit Furmint, Hárslevelű (Lindenblättrigem), Pinot Blanc, Grünem Veltliner.

 

Kurt Taschner erreicht (auch) auf dem Gebiet der Schaumweinerzeugung herausragende Erfolge. 2005 stellte die kreative, von Poncichtern abstammende Familie Taschner zum ersten Mal Sekt aus Soproner Wein her. 2013 gewann der Chardonnay Brut aus dem Weinhaus Taschner den ersten Preis in der Kategorie Schaumwein im Wettbewerb „A Média Bora” (Wein der Medien). 

Die Weinregion umfasst etwa 1500 Hektar Anbaugebiet, die besten Böden befinden sich an den Hängen in der Umgebung vom Neusiedler See. Das submediterrane Klima des Neusiedler Sees erzeugt eine wirklich traumhafte Landschaft. Dabei ist nicht die Reflektion des Wassers vom Neusiedler See das Geheimnis für die Qualität der Trauben, sondern die Tatsache, dass sich tagsüber die Luft über dem See aufwärmt und dann nachts über die Weingärten zieht. Das Zentrum der Weinregion ist Sopron, ferner gehören dazu Fertőrákos, Kópháza, Balf, Fertőboz, Harka, Fertőszentmiklós und seit dem 13. Juni 2000 auch die Gegend um Kőszeg, die insgesamt 259 Hektar Weinbaufläche umfasst.

 

In unserer Weinregion wird eine sehr charaktervolle Rebe, der Blaufränkisch, angebaut. Er macht mit einer Anbaufläche von mehr als 1000 Hektar den größten Anteil aus. Der Soproner Blaufränkisch hat eine volle, tiefrote Farbe, er ist in der Regel härter und herber als der Blaufränkisch aus anderen ungarischen Regionen.

 

Einer Legende zufolge erhielten die Soldaten Napoleons 1809 nur gegen die wertvolleren blauen Franc-Noten Wein von den Einheimischen, so erhielt der gute Soproner Wein den Namen Blaufränkisch. 

 

Abgesehen vom Blaufränkisch sind noch der Zweigelt, der Cabernet Sauvignon, der Merlot und der Pinot Noir von Bedeutung. Von den Weißweinen werden vor allem der Grüne Veltliner angebaut, aber auch Chardonnay, Traminer, der Zenit und Sauvignon Blanc sind ebenfalls in der Region verbreitet, aber die modischste Rebsorte ist zur Zeit der Oliver Irsay, der ständig an Anbaufläche gewinnt. Als echte Besonderheit gilt der aus dem frühen roten Veltliner hergestellte Soproner Wein. Eine weitere Besonderheit dieser Weinregion ist außerdem, dass das hiesige Klima auch das späte Lesen von Dessertweinen möglich macht.